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Die gute Nachricht der Woche: Mercosur wird scheitern!

Wenn fatale Fehler vermieden werden, soll man sich immer freuen. Dennoch fragt man sich, warum ein erkennbar fehlerhaftes Projekt überhaupt angepackt und jahrelang betrieben wurde. Warum mussten hochbezahlte Spezialisten im Dienst der EU-Kommission ein Freihandelsabkommen mit Brasilien und anderen südamerikanischen Staaten konstruieren, das eine Intensivierung landwirtschaftlicher Exporte aus Amazonien und in der Folge die klimaschädliche Vernichtung der dortigen Wälder vorantreiben würde? Warum wurden die Warnungen und das Fachwissen brasilianisch-indigener und Internationaler Entwicklungsorganisationen nicht beachtet?

Hat man bei der EU nicht zugehört, wenn von diesen Seiten ein ganz anderes Abkommen mit Lateinamerika gefordert wurde – nämlich ein Vertrag für faire Entwicklungschancen und für den Erhalt der Biodiversität? Bundeskanzlerin Angela Merkel hat jetzt Greta Thunberg und deutschen FridaysForFuture-Aktiven versprochen, das Mercosur-Abkommen in der vorliegenden Form nicht zu unterschreiben. Auch Präsident Macron will die amazonischen Brände und Bolsonaros Pläne nicht mehr fördern.

Man sieht wieder einmal, der zivilgesellschaftliche Einsatz für richtige und wichtige Korrekturen ist unverzichtbar. „Da kann man nichts machen…“ ist einer der dümmsten Sätze überhaupt.


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