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Hoffnung

Der Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes hat sich über die Spenden-Zurückhaltung der Deutschen im Falle Ebola beklagt. Warum nur wird angesichts des Ebola-Elends viel weniger gespendet als bei anderen  Naturkatastrophen?  Ich glaube, dass Ebola von Anfang an als „hoffnungslos“ kommuniziert wurde: Keine wirksamen Medikamente, keine Chancen – also auch keine Hilfsmöglichkeiten und keine Spenden. Daran wird deutlich, wie wichtig die Tugend der Hoffnung für uns Menschen ist: Wenn sie fehlt, übernimmt die Passivität das Kommando. Das hat in den Nachkriegsjahren wie kaum ein anderer der nicht-orthodoxe, marxistische Philosoph Ernst Bloch erkannt, als er sein Werk über das „Prinzip Hoffnung“ schuf: Nur diese letztlich religiöse Haltung könne die Revolution der Besserung anfachen und im Feuer halten. Der an sich lächerliche Werbespruch „Geht nicht, gibt´s nicht“ hat seine Wahrheit: Die Probleme können noch so gewaltig sein -  Menschen mit wirklich menschlichen Qualitäten suchen Auswege, Lösungswege, Rettungswege. Auch wenn es nur ein Überweisungsträger oder ein Spenden-Klick ist, ein Zeichen der Hoffnung und ein Widerspruch zur Passivität ist es allemal.


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